Meine Heimat - Lkr. Deggendorf

Der Landkreis Deggendorf

Der Landkreis Deggendorf steht für Vielfalt.
Die 26 Kommunen im Landkreis verteilen sich auf den Bereich rechts der Donau, den Gäuboden, die sogenannte „Kornkammer Bayerns“ sowie auf den Bereich links der Donau mit der Donauebene und dem Bayerischen Wald.
Rechts der Donau werden auf dem wertvollen Lössboden Zuckerrüben, Kartoffeln, Gurken und Zwiebeln angebaut und weiterverarbeitet. Im Sommer kann man schon während der Ernte von weitem Gurkenflieger auf den Feldern, ebenso wachsen Weizen, Hafer und Mais auf dem fruchtbaren Boden. Die Landwirtschaft prägt die Landstriche. Das gilt vor allem für die kleinste Gemeinde des Landkreises, die Gemeinde Buchhofen.


Ein Teil des Landkreises Deggendorf gehört zum Gäuboden und ist stark von Landwirtschaft geprägt. © Christian Schreiner


Viele der Gemeinden wie Oberpöring, Otzing und Aholming liegen zudem in der Nähe der Isar. Radfahren auf dem Isarradweg, Joggen und Spazierengehen bieten hier tolle Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Gleiches gilt für die Gegend um die Gemeinde Stephansposching, die sich in unmittelbarer Nähe zur Donau befindet. Die Gemeinde Moos liegt in der Nähe der Isarmündung mit seiner wertvollen Auenlandschaft. Im „Dr.-Georg-Karl-Infohaus“ Isarmündung kann man sich über die seltenen Tier- und Pflanzenarten informieren. Weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt sind das traditionelle Mooser Pfingstfest und dessen Reitturnier. Das Fest zieht jedes Jahr zahlreiche Gäste aus nah und fern an. Eine besonders lange Siedlungsgeschichte hat die Gemeinde Künzing aufzuweisen. Seit mehr als 5000 Jahren ist die Region besiedelt. Das ergaben archäologische Untersuchungen. Das einzigartige Museum Quintana in Künzing dokumentiert die Siedlungsgeschichte. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die römische Phase.
Die Gemeinden links der Donau liegen in der Donauebene oder im Bayerischen Wald, sie sind in erster Linie touristische und kulturelle Anziehungspunkte:
Der Lallinger Winkel, also die Gemeinden Lalling, Hunding und Schaufling mit seinem milden Klima beeindruckt mit seinen Streuobstwiesen und der herrlichen Baumblüte im Frühjahr und mit Äpfel-, Obst- und Bauernmärkten.


Obstbaumblüte im Lallinger Winkel. © Peter Gruber


Das Graflinger Tal und die Ferienregion Hirschenstein mit den Gemeinden Bernried, Offenberg und Metten bieten tolle Freizeitmöglichkeiten: hier kann man wandern, mountainbiken und den Fernblick über die Donauebene genießen. Bei gutem Wetter reicht der Blick sogar bis zum Alpenrand. Ähnliches gilt für die Urlaubsregion Sonnenwald um die Gemeinden Grattersdorf und Schöllnach mit dem Brotjackelriegel und seiner Aussichtsplattform in 25 Metern Höhe.


Der Blick vom Bayerischen Wald über die Donauebene. © Christian Schreiner


Von der langen Geschichte des Landkreises zeugen auf der linken Donauseite auch die Benediktinerabtei Metten und das Benediktinerkloster Niederalteich sowie die Frauenbergkirche in Hengersberg. Früh erkannten die Mönche die besondere Lage an der Donau und rodeten das Land: Auerbach zum Beispiel, Gemeinde im Bayerischen Wald, gilt als erste Tochter des Niederalteicher Benediktinerklosters. Auch die Gründung von Außernzell geht auf das Kloster zurück. Die Benediktinerabtei Metten wurde um 766 gegründet. Neben der markanten Kirche mit den Doppeltürmen zeichnet sie sich heute vor allem durch eine prunkvolle Bibliothek mit rund 200.000 Bänden aus. Niederalteich war bis Anfang des 19. Jahrhunderts eines der einflussreichsten Klöster im süddeutschen Raum. Die Basilika St. Mauritius zu Niederalteich, ursprünglich eine gotische Hallenkirche, beherrscht seit 700 Jahren die niederbayerische Donaugegend. Heute engagieren sich die Mönche in Metten und Niederalteich vor allem im Bildungsbereich, sie unterhalten zwei der vier Gymnasien im Landkreis.
Gegenüber des Klosters Niederalteich und ebenso bereits von weitem erkennbar, liegt die Frauenbergkirche, das Wahrzeichen des Marktes Hengersberg. Ihre Ursprünge gehen in das 10./11. Jahrhundert zurück. Ebenso bedeutend für die Gemeinde Iggensbach ist die Wallfahrtskirche Handlab. Die Tradition der Wallfahrt, die bis heute aufrechterhalten wird, reicht bis ins 14./15. Jahrhundert zurück. Auch der Markt Winzer hat eine bedeutende Sehenswürdigkeit: 2004/2005 errichtete der Markt auf dem Pledlberg die Sternwarte Winzer mit einer 77 qm großen Terrasse, auf welcher sich mehrere Teleskope aufbauen lassen.
Im Landkreis Deggendorf mit seinen insgesamt rund 117.000 Einwohnern gibt es drei Städte: die Kreisstadt Deggendorf (ca. 33.000 EW), meine Heimatstadt Plattling  (ca. 13.000 EW) und die Stadt Osterhofen (ca. 12.000 EW).
In der Stadt Osterhofen, konkret in ihrem Ortsteil Altenmarkt, befindet sich die wunderschöne Asambasilika St. Margaretha. Sie ist ein Meisterwerk des Architekten Michael Fischer und der beiden Künstler Cosmas Damian und Egid Quirin Asam.
Die Große Kreisstadt Deggendorf an der Donau ist Handels- und Hafenstadt sowie kultureller und schulischer Mittelpunkt des Landkreises. Hier befinden sich zahlreiche Bildungseinrichtungen, wie das Deggendorfer Schulzentrum mit dem Robert-Koch-Gymnasium, der Wirtschaftsschule und den Berufsschulen, in staatlicher Trägerschaft das Comenius-Gymnasium, die Berufsoberschule und die Fachoberschule. Ebenso ist das Kreisklinikum in Deggendorf beheimatet. Ebenfalls auf dem Stadtgebiet befindet sich das Bezirksklinikum Mainkofen. Dieses betreibt der Bezirk Niederbayern und ergänzt das Spektrum der medizinischen Versorgung im Landkreis und darüber hinaus. Mit der Landesgartenschau 2014 in Deggendorf wurde die Uferpromenade in Deggendorf aufgewertet und ist nun im Sommer beliebter Treffpunkt für Familien, Radfahrer und Spaziergänger.


Die Große Kreisstadt Deggendorf, das „Tor zum Bayerischen Wald“. © Christian Schreiner


Besonderen Aufschwung erhielt die Stadt Deggendorf durch die Ansiedlung der Fachhochschule im Jahr 1994. Seit Gründung sind die Studierendenzahlen stetig gewachsen. Ebenso wurde die Technische Hochschule Deggendorf, wie sie seit Oktober 2013 heißt, stetig um weitere Anbauten und Gebäude und zusätzliche Fächerangebote erweitert. Die positive Entwicklung der TH Deggendorf wird auch künftig zur positiven Entwicklung der Stadt Deggendorf und des gesamten Landkreises beitragen.