Bernd Sibler MdL
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Arbeitskreis Bildung und Kultus
ALLE TALENTE FÖRDERN
Bildungspolitik ist die Wirtschafts- und Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts. Wir wollen alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Begabungen bestmöglich fördern und ihnen beste Chancen bieten. Der Arbeitskreis hat sich folgende Schwerpunkte gesetzt:
  • Die Sicherung der Chancengerechtigkeit
  • Die Verstärkung der individuellen Förderung
  • Den Ausbau bedarfsgerechter und flächendeckender Ganztagsangebote
  • Den Erhalt wohnortnaher Schulen und die Gestaltung von Bildungsregionen
  • Die weitere Verbesserung der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund
  • Die Weiterentwicklung der Lehrerbildung und -fortbildung
  • Den Dialog in allen Bildungsfragen mit Schülern, Eltern, Lehrern und Kommunen
  • Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Schulwesen
  • Die Qualitätssteigerung des Unterrichts durch Digitales Lernen und Überarbeitung der Lehrpläne
  • Die Stärkung der Eigenständigkeit der Schule
     
  • Themen
    • 12.09.2017
      Die von Ministerpräsident Seehofer im November 2013 abgegebene Ganztagsgarantie ist auf Erfolgskurs: Der gebundene und der offene Ganztag sowie die Mittagsbetreuung werden in Bayern konsequent …
      Dies gilt insbesondere für den Grundschulbereich, in dem ganztägige Angebote für viele Eltern von zentraler Bedeutung sind: Zum kommenden Schuljahr können rund 1.900 offene Ganztagsgruppen an Grundschulen eingerichtet werden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um rund 40 Prozent. Damit hat sich diese Angebotsform, die im Schuljahr 2015/16 im Rahmen eines Modellversuchs mit 300 Gruppen gestartet ist, innerhalb von zwei Schuljahren als fester Baustein der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote etabliert.

      Über alle Schularten hinweg gibt es heuer rund 10 Prozent mehr offene Ganztagsgruppen als im Vorjahr (insgesamt 6.250 Gruppen). Zudem wächst die Zahl der Schulen mit einem gebundenen Angebot auf knapp 1.100. Die Anzahl der Gruppen der Mittagsbetreuung bleibt weitgehend konstant (rund 6.100 Gruppen).
    • 22.08.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags:

      Der „Bildungsmonitor 2017“ des Instituts der deutschen Wirtschaft bescheinigt Bayern erneut einen Spitzenplatz unter den deutschen Ländern, mit herausragenden Stärken unter anderem bei der Förderung der beruflichen Bildung, der Schulqualität und der Vermeidung von Bildungsarmut. Bei der Zeiteffizienz hingegen, also der Verweildauer im Bildungssystem, belegt Bayern einen der hinteren Plätze – unter anderem wegen der hohen Wiederholerquote.

      Auch wenn die Autoren der Studie selbst darauf hinweisen, dass dieses Ergebnis mit Blick auf das gute Abschneiden Bayerns unter anderem bei den deutschlandweiten Vergleichsarbeiten zu relativieren ist, lohnt es sich, genauer hinzusehen. Im Schuljahr 2016/2017 betrug in Bayern die Quote der Pflichtwiederholer an allgemein bildenden Schulen (ohne Schulen des zweiten Bildungsweges) 1,4 Prozent. Die Wiederholerquote insgesamt – also mit denjenigen Schülerinnen und Schülern, die freiwillig eine „Ehrenrunde“ drehten – lag demgegenüber bei 3,5 Prozent.

      Wieso wiederholen bayerische Schülerinnen und Schüler so häufig freiwillig? Betroffene Schülerinnen und Schüler bestätigen, was wir vor einiger Zeit an dieser Stelle zu einer sehr ähnlichen Frage schon einmal formuliert haben: „Sitzenbleiben“ wird als echte Chance begriffen, versäumten oder unzureichend verankerten Schulstoff nachzuholen. Wiederholen hat sich in der Schulpraxis zu einer pädagogischen Maßnahme gewandelt, die mit Augenmaß und in sorgfältiger Abwägung des jeweiligen Einzelfalls zur Anwendung kommt. Die sinkenden Wiederholerzahlen zeigen dabei, dass es unseren Lehrkräften sehr gut gelingt, Schülerinnen und Schüler nach ihren Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten individuell zu fördern, ohne dabei von den im differenzierten Schulwesen verankerten Leistungsgedanken Abschied zu nehmen.

      Schließlich: Zeiteffizienz ist kein Wert an sich. Bildung braucht Zeit, wenn sie nicht nur Inhalte vermitteln, sondern auch Raum für die Entfaltung der Persönlichkeit gewähren soll. Nicht zuletzt unsere Wirtschaft profitiert enorm davon, wenn sie nicht nur auf möglichst junge Absolventen, sondern auf Persönlichkeiten zurückgreifen kann.

    • 04.08.2017
      Sandro Kirchner, Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie des Bayerischen Landtags:

      Sich um ausreichende und gut ausgebildete Fachkräfte kümmern ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben in unserer Arbeitswelt. Der Freistaat unterstützt die Arbeitgeber dabei, weil wir nicht wollen, dass der Wirtschaft der Nachwuchs ausgeht.

      In Bayern finden Jugendliche exzellente Voraussetzungen für den Einstieg ins Berufsleben. Für jeden unversorgten Bewerber stehen in Bayern rechnerisch 10,7 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung. Jeder zehnte Ausbildungsplatz bleibt in Bayern aber unbesetzt. Die Schätzungen für Bayern sprechen derzeit von 12.000 nicht vergebenen Lehrstellen. Bis zum Jahr 2030 wird ein Engpass von rund 347.000 Erwerbstätigen erwartet. Deshalb steht für uns die schulische und berufliche Bildung im Fokus. Der Freistaat stellte in den letzten Jahren Mittel in dreistelliger Millionenhöhe für die Förderung der überbetrieblichen beruflichen Bildung bereit. Dabei spielt natürlich auch die Digitalisierung eine wichtige Rolle.

      Mit der Imagekampagne „Ausbildung macht Elternstolz“ wollen wir Eltern zudem für Chancen und Möglichkeiten einer beruflichen Ausbildung sensibilisieren. Im Rahmen der Kampagne informiert das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Kammern sehr emotional ansprechend Eltern über die Erfolgschancen einer „Karriere mit Lehre“. Für uns beginnt der Mensch nicht erst mit dem Abitur. Und gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass Handwerk nach wie vor goldenen Boden hat.

      Der Freistaat bringt sich als Partner der „Allianz für starke Berufsbildung in Bayern“ ein. Insbesondere bei den Bemühungen im Rahmen der Vereinbarung zur Integration durch Ausbildung und Arbeit funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsagentur, der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) und den Kammern hervorragend.

      Eine wichtige Maßnahme ist die von der Staatsregierung gegründete Allianz für starke Berufsbildung in Bayern. Mit ihr wollen wir jedem ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen einen dualen Ausbildungsplatz oder eine angemessene Alternative zur Verfügung stellen. Handwerk, Handel und Industrie bieten in Bayern beste Zukunftschancen. Das wollen wir unseren jungen Menschen immer wieder sagen.

    • ... weitere Artikel
    • 21.07.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus:
      Seit Beginn der Legislaturperiode hat Bayern die demographische Rendite (das sind die Lehrerstellen, die durch sinkende Schülerzahlen frei werden) ganz bewusst im Schulsystem belassen, um dort Verbesserungen wie zum Beispiel den Ausbau der Lehrerreserve oder Stellen für die Generationenaufgabe Inklusion zu schaffen. Wenn die demographische Rendite nun also durch wachsende Schülerzahlen zu schmelzen beginnt, steht der Freistaat vor der komfortablen Situation, dass pro Schüler heute mehr Lehrkräfte zur Verfügung stehen als noch 2013.

      Um den geordneten Betrieb eines Systems mit knapp 1,7 Millionen Schülern und über 114.000 Lehrern zu gewährleisten, erstellt das Kultusministerium eine jährlich aktualisierte Prognose zur Entwicklung der Schülerzahlen und des Lehrerbedarfs. Diese Vorhersagen sind recht zuverlässig – trotz gewisser Unwägbarkeiten wie den Berufsentscheidungen von Abiturienten und Studierenden, vieler Menschen, die nach Bayern ziehen, und nicht zuletzt der Paare, die eine Familie planen.

      Uns Verantwortlichen in der bayerischen Bildungspolitik war daher schon vor der aktuellen Bertelsmann-Studie völlig klar, dass die demographische Rendite abnimmt, wie zum Beispiel der Lehrerbedarfsprognose des Kultusministeriums vom März 2017 zu entnehmen ist. Mit dieser informiert das Ministerium über künftige Einstellungsmöglichkeiten, um eine gewisse Lenkungswirkung zu erzielen.
      Manche Kreise fordern die Einführung eines sogenannten Einheits- oder Stufenlehrers, der in unterschiedlichen Schularten eingesetzt werden kann, um Lücken zu stopfen. Dies lehnen wir entschieden ab, ist doch die schulartspezifische Lehrerausbildung ein Garant für die anerkanntermaßen hohe Qualität des differenzierten und durchlässigen bayerischen Schulwesens.

      Wir investieren daher lieber in neue und gut ausgebildete Lehrkräfte. So hat die CSU-Landtagsfraktion gemeinsam mit der Staatsregierung im April ein Bildungspaket auf den Weg gebracht, das in den nächsten Jahren rund 2.000 Stellen in allen Schularten schaffen wird. Somit brauchen wir uns vor steigenden Schülerzahlen nicht zu fürchten – im Gegenteil: Mehr Kinder sind gut für die Zukunft unseres Landes.
    • 07.07.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus:
      NEIN

      Ob man es anerkennen will oder nicht: Das Wertefundament unserer Gesellschaft ist zutiefst christlich geprägt. Daher haben gerade in Bayern mit seiner lebendigen christlich-jüdisch-abendländischen Tradition die beiden christlichen Kirchen und der konfessionelle Religionsunterricht ihren festen Platz in Gesellschaft und Schule.

      Ein starkes konsensuales Wertefundament, wie es etwa im Grundgesetz zu finden ist,  ist für unsere offene Gesellschaft unverzichtbar. Einige wenige Grundpfeiler, allen voran die Achtung der Menschenwürde, sind nicht verhandelbar, während andere Wertentscheidungen gesellschaftlichen Entwicklungen unterliegen, immer wieder neu ausgehandelt und in eine Gesamtbalance innerhalb unserer Wertordnung gebracht werden müssen. Die intensiven Diskussionen, von denen solche Prozesse begleitet sind, brauchen Menschen, die sich diesen Debatten auch stellen. Der Religionsunterricht spielt hierbei eine zentrale Rolle: Die Auseinandersetzung mit existentiellen Sinn- und Wertfragen immer wieder anzustoßen, sich Werthaltungen zu erarbeiten und bewusst zu machen, Wertentscheidungen im Kleinen und im Großen zu verhandeln und dabei das Christentum als Fundament sichtbar zu machen, das sind die Kernaufgaben des Religionsunterrichts.

      Kritiker des konfessionellen Religionsunterrichts verweisen auf den wachsenden Zuspruch zum Ethikunterricht, auch in Bayern. Doch ist die Existenz des einen kein Argument gegen das andere: Hier wie dort geht es darum, junge Menschen auf das Leben in einer komplexen Welt vorzubereiten. Als konfessioneller Unterricht, dessen Inhalte von einer Religionsgemeinschaft verantwortet werden, gründet der Religionsunterricht auf einer Glaubensgemeinschaft. Er erleichtert damit das Finden und Begründen eigener Standpunkte, erzieht aber nicht zuletzt gerade wegen seiner zentralen Grundwerte zu Toleranz und gegenseitigem Respekt allen Menschen gegenüber – gleich welcher Konfession bzw. Religion.
    • 22.06.2017
      Beim Besuch der Bereitschaftspolizei in Dachau konnten sich die Mitglieder des Arbeitskreises für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport ein Bild machen, welchen Herausforderungen die …
      „Unsere Einsatzkräfte leisten täglich hervorragende Arbeit, dafür gebührt Ihnen unser Dank“, so Dr. Herrmann. „Deswegen haben wir uns als CSU-Fraktion auch für eine Mittelaufstockung sowohl im Personal- als auch im Sachhaushalt der Polizei stark gemacht. Denn ein starker Rechtsstaat beruht nicht nur auf wirksamen Gesetzen, sondern vor allem auch auf den Menschen, die sie vollziehen. Er braucht starkes Personal. Wir stehen für Sicherheit durch Stärke!“
       
      Des Weiteren ist ein besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Ausstattung unserer Einsatzkräfte, die insbesondere bei Terroreinsätzen ihr Leben riskieren, zu legen. Sehr begrüßenswert wäre zudem eine Aufstockung der USK Einsatzzüge am Standort Dachau. „Damit steht den einzelnen Kräften wieder mehr Zeit für die erforderliche Ausbildung zur Verfügung, um für die neuen Herausforderungen neue Einsatztaktiken trainieren zu können.“
       
      Vorausgegangen war dem Besuch beim USK eine Gesprächsrunde mit dem Vizepräsidenten der Bereitschaftspolizei, Herrn Tolle, und dem Abteilungsführer Herrn Leitenden Polizeidirektor Schmid, bei der die Belange der Bereitschaftspolizei bezüglich der Ausbildung im Mittelpunkt standen. Die im Personalhaushalt geschaffenen zusätzlichen Ausbildungsstellen bei der Polizei müssen organisatorisch auch bei der Bereitschaftspolizei nachvollzogen werden, da dort die Ausbildung stattfindet. Der Arbeitskreis wird daher auch prüfen, inwieweit die Mittel für den polizeilichen Hochbau erhöht werden können, damit den Ausbildungsstandorten der Bereitschaftspolizei ausreichende Mittel für notwendige Baumaßnahmen zur Schaffung der Ausbildungsstätten zur Verfügung stehen.
       
      „Der Besuch hat deutlich vor Augen geführt, dass die Bayerische Bereitschaftspolizei mit ihren zahlreichen und sehr unterschiedlichen Aufgaben das Rückgrat der Polizei darstellt, das wir bei unseren politischen Überlegungen, wie wir die Polizei angesichts neuer Herausforderungen und Kriminalitätsphänomene zukunftssicher weiterentwickeln, maßgeblich berücksichtigen müssen“, resümierte abschließend Dr. Herrmann.
    • 02.06.2017
      Gudrun Brendel-Fischer, stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag:

      Eine gesundheitsbewusste Ernährung mit der entsprechenden Wertschätzung vor allem regional erzeugter und saisonal eingesetzter Lebensmittel gewinnt auch im Bayerischen Schulalltag weiterhin an Bedeutung. Bei der Umsetzung sind alle Teile der Gesellschaft gefragt: Familien, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und der Staat.

      Seit 2009 unterstützt die Bayerische Staatsregierung Schulen, Caterer und Sachaufwandsträger bei der Optimierung ihrer Zwischen- und Mittagsverpflegung. Die dazu eingerichtete Vernetzungsstelle Schulverpflegung mit acht Fachzentren an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bietet in ganz Bayern ein umfassendes Unterstützungs- und Beratungsangebot. Die vor kurzem veröffentlichten Bayerischen Leitlinien zur Schulverpflegung bündeln Ziele und Orientierungshilfen zum Gelingen einer guten Schulverpflegung.

      Beim Ganztagsgipfel im März 2015 haben Freistaat und Kommunen sich darauf verständigt, die Organisation der Mittagsverpflegung einvernehmlich zwischen Kommune, Schule und Kooperationspartner umzusetzen. Unterschiedliche Schulsituationen erfordern individuelle Lösungen, durch diese werden mittlerweile gute und bezahlbare Verpflegungsangebote realisiert.

      Bei der Wissensvermittlung im Sinne einer gesunden, nachhaltigen und bezahlbaren Schulverpflegung setzen wir weiterhin auf die kostenfreie Unterstützung der Schulen durch die Vernetzungsstellen. Ein schmackhaftes und gesundes Mittagessen in der Schule scheitert nicht am Geldbeutel der Eltern. Einkommensschwache Familien können Unterstützung über das Bildungs- und Teilhabepaket erhalten. Bereits jetzt teilsubventionieren Sachaufwandsträger es häufig, indem sie zum Beispiel Gemeinkosten ganz oder teilweise übernehmen. Mahlzeiten zusätzlich zu bezuschussen, würde neben enormen Kosten, einen umfangreichen Verwaltungs- und Kontrollaufwand nach sich ziehen.

      Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass der Freistaat allein für das für die Kinder kostenlose Schulfruchtprogramm jährlich bis zu drei Millionen Euro bereitstellt.

    • 05.05.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags:

      Die jüngste PISA-Veröffentlichung zeigt: An deutschen Schulen haben Fünfzehnjährige ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Schule und eine höhere allgemeine Lebenszufriedenheit als der OECD-Durchschnitt. Umgekehrt fühlen sich weniger Jugendliche von ihren Mitschülern gemobbt. Dies ist nicht zuletzt der guten pädagogischen Arbeit geschuldet, die Lehrkräfte hierzulande leisten. Aber: Jeder einzelne Fall von Mobbing ist einer zu viel. Daher unterstützt die CSU-Fraktion die umfassenden Bemühungen der Staatsregierung, Mobbing mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten.

      So steht Schulen der Praxisleitfaden „Mit Mut gegen Mobbing“ zur Verfügung. Unterstützt werden Lehrkräfte auch durch das Fortbildungsprojekt „Schule als Lebensraum – ohne Mobbing!“, das mittels 120 Multiplikatoren bayernweit durchgeführt wird. In Zusammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse hat das Kultusministerium das Präventionsprojekt „Mobbingfreie Schule – gemeinsam Klasse sein!“ auf den Weg gebracht. An vielen Schulen wird das Projekt „Zammgrauft“ durchgeführt, das die bayerische Polizei entwickelt hat: Hier lernen Kinder und Jugendliche nicht nur die Bedeutung von Gemeinschaft, Vertrauen und Zivilcourage, sondern auch Strategien der Konfliktlösung. Um dem Cyber-Mobbing wirksam zu begegnen, bietet der „Medienführerschein Bayern“ auch Einheiten zu dieser Problematik und zum Selbstschutz im Internet.

      Ein Schwerpunkt im Kampf gegen Mobbing liegt auf der Prävention. Wenn trotzdem Mobbing auftritt, stehen an den bayerischen Schulen Vertrauenslehrer, Schulpsychologen oder auch Schulsozialpädagogen zur Verfügung, um Schüler und deren Eltern, aber auch die Lehrkräfte zu beraten und zu unterstützen. Dank entsprechender Mittel konnte die Versorgung mit Schulpsychologen kontinuierlich verbessert werden und wird weiter verstärkt.

      Es gilt, die Sensibilität von Lehrkräften, Eltern und Schülern für das Thema weiter zu stärken. Soziales Lernen ist daher nicht nur selbstverständlicher Gegenstand jeglichen schulischen Miteinanders, sondern auch explizit Gegenstand der übergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele des neuen LehrplanPLUS.

    • 26.04.2017
      Am 27. April hat die CSU-Fraktion einen Girls‘ Day im Bayerischen Landtag veranstaltet. Mädchen aus den Stimmkreisen unserer Abgeordneten hatten an diesem Tag die Gelegenheit, den …

      Frauen sind gemessen an ihrem Anteil an der Bevölkerung in den Mitgliedschaften aller Parteien und in der aktiven Politik immer noch unterrepräsentiert. Deshalb haben wir bei unserer Veranstaltung zum „Girls‘ Day“ die Politik in den Mittelpunkt gerückt. Was macht Politik so spannend? Wie gelingt der Einstieg? Und warum machen so wenige Frauen Karriere in der Politik? In einer Gesprächsrunde unter der Moderation von Tanja Schorer-Dremel, MdL, konnten sich die Mädchen einen ersten Eindruck vom Arbeitsalltag einer Politikerin verschaffen.

      Männer agierten in der Politik anders als Frauen, so Schorer-Dremel. „Männer sind frecher und haben mehr Mut, Verantwortung zu übernehmen.“ Den rund 90 anwesenden Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren empfahl die Vorsitzende der Kinderkommission des Bayerischen Landtags, mutiger und forscher zu sein. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ingrid Heckner, MdL, sprach sich für mehr Selbstbewusstsein aus: „Das Geheimnis von Erfolg ist, sich selbst nicht klein zu machen.“ Kerstin Schreyer, MdL, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, regte an, schon in jungen Jahren Netzwerke zu knüpfen.   

      Nach einer Führung durch den Bayerischen Landtag hatten die Schülerinnen die Gelegenheit, noch weitere Berufe rund um die Politik kennenzulernen: Politische Blogger erzählten, welches Handwerkszeug nötig ist, um einen Blog zu starten. Journalistinnen berichteten von ihren Wegen in die Medienbranche und wissenschaftliche Mitarbeiter von Abgeordneten erzählten von ihren Aufgaben zwischen wissenschaftlichem Input und Organisation. Mit dabei: Unsere Politikerinnen Judith Gerlach, MdL und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gudrun Brendel-Fischer, MdL. Die Moderation übernahmen Dr. Ute Eiling-Hütig, MdL, Vorsitzende der AG Frauen, und Carolina Trautner, MdL.

       

    • 07.04.2017
      Zu einem Parlamentarischen Gespräch mit dem Vorstand und Repräsentanten des Kolpingwerks Bayern trafen sich Kolpingmitglieder der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag unter Leitung von …

      Im Fokus dieses Treffens standen die Themen Erwachsenenbildung und deren strukturellen Rahmenbedingungen, die aus dem Kolping-Vorstand von Axel Möller und Erwin Fath näher erläutert wurden. Landtagspräsidentin Barbara Stamm betonte: „Erwachsenenbildung vermittelt nicht nur Inhalte. Erwachsenenbildung ist immer auch gemeinschaftsstiftend – und damit ein unantastbarer Wert für sich. Wir sind froh und dankbar, dass es diese Angebote gibt und so viele Menschen – gerade auch  Familien und junge Menschen – diese auch wahrnehmen.“ „Zwei Fragen“, so Dr. Ute Eiling-Hütig, Vorsitzende der AG Frauen, „stehen für uns dabei im Mittelpunkt: Was ist Erwachsenenbildung heute und wie kann sie bestmöglich umgesetzt werden? Pluralität, Niedrigschwelligkeit und Freiwilligkeit – das ist der Dreiklang, den Erwachsenenbildung ausmacht“, so Eiling-Hütig weiter. 

      Staatssekretär Johannes Hintersberger hob die subsidiären Strukturen des Kolpingwerkes als wegweisend hervor: „Die Kolpingfamilien holen die Menschen dort ab, wo sie leben. Sie engagieren sich in der Fläche, in den Pfarrgemeinden vor Ort. Gerade deswegen sind sie für uns ein so wichtiger, unverzichtbarer Partner.“ Staatssekretär Bernd Sibler und Oliver Jörg, Vorsitzender des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst, ergänzten: „Das Kolpingwerk ist eine tragende Säule der bayerischen Bildungslandschaft – nicht nur aufgrund der gemeinsamen christlichen Wertegrundlage und dem gemeinsamen Bekenntnis zur christlich-abendländischen Kultur, sondern auch aufgrund der vielen neuen inhaltlichen Impulse, mit denen hier auch auf neue technologische Herausforderungen wie die Digitalisierung von Lebens- und Arbeitswelt reagiert wird.“ Kurz: „Das Kolpingwerk ist und bleibt ein breites Fundament unserer Bildungsarbeit im Sinne eines christlich fundierten Wertekontextes in Bayern“, so Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel.

      Landespräses Msgr. Christoph Huber vollendete das Treffen mit einem österlichen Ausblick auf das Thema „Jugend und Zukunft“. Die Jugend sei zwar die Zukunft, so Huber, – die eigene, individuelle Zukunft jedoch trage jeder unabhängig von anderen Menschen in sich, aus Gott heraus und über den Tod hinaus.

    • 07.04.2017
      Wissen für Morgen ist Sicherheit für Morgen: Unter diesem Motto informierte sich der Arbeitskreis für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport unter Leitung von Herrn Dr. Herrmann …

      Als der mitarbeiterstärkste Standort des DLR zählt das Gelände in Oberpfaffenhofen zu den größten Forschungszentren in Deutschland. Insgesamt 13 wissenschaftliche Einrichtungen und Institute sind auf dem Areal außerhalb von München beheimatet. Derzeit beschäftigt das DLR am Standort rund 1.800 Mitarbeiter. Dr. Herrmann: „Bayern ist Standort Nr. 1 des DLR in Deutschland: Dies sichert Arbeitsplätze und macht Bayern zum Vorreiter in der technischen Entwicklung.“

      Im Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI), einer der 13 wissenschaftlichen Einrichtungen, wurde deutlich, welchen Mehrwert Satelliten- und Luftbilder bei Katastropheneinsätzen vor Ort haben und wie stark sie zur zivilen Sicherheit beitragen können. So leistet das ZKI wertvolle Unterstützung bei Umwelt- und Hochwasserkatastrophen in Deutschland, aber auch weltweit, wie bei dem Erdbeben in Nepal oder den aktuellen Überschwemmungen in Peru. Zudem kann die Analyse von Satellitenbildern im Vorfeld von Großveranstaltungen helfen, Katastrophen zu verhindern. So hätte möglicherweise 2010 das Unglück bei der Loveparade in Duisburg durch eine vorherige Analyse der Menschenströme und Eingänge mittels Satellitenbildern verhindert werden können.

      Auch bei der Vorbereitung des G7-Gipfels in Elmau wurde das ZKI eingebunden. Dr. Herrmann ist überzeugt: „Die Hilfe des ZKI durch Satelliten- und Luftbilder mit sehr hoher Detailschärfe kann die polizeiliche Arbeit sehr gut unterstützen. Insbesondere die Verknüpfung von Luft- und Satellitenbilddaten mit anderen Informationen in Karten- und Analyseprodukten bietet für die polizeiliche Anwendung und für Aufgaben im Bevölkerungsschutz einen großen Mehrwert für die Entscheidungsfindung. Gerade im Vorfeld von Großveranstaltungen müssen wir verstärkt auf die Satellitenbilder und die Auswertung durch das ZKI zurückgreifen, um diese sicherer zu machen.“ Der Arbeitskreis werde prüfen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Kapazitäten des ZKI noch besser für die Anforderungen aus bayerischer Sicht verfügbar zu machen.  

      Beim Besuch des Zentrums für Robotik und Mechatronik, einer weiteren Einrichtung des DLR, konnten sich alle von den Weiterentwicklungen in der Robotik überzeugen. Über die Raumfahrt hinaus haben die robotischen Technologien direkte Anwendung in der Luftfahrt und im Verkehr, gleichermaßen aber auch in der Medizintechnik, in der Katastrophenhilfe und bei der Verwirklichung von Industrie 4.0.  Dr. Herrmann betont: „Dass sich das Zentrum für Robotik und Mechatronik als eines der weltweit größten und bedeutendsten Forschungszentren für angewandte Automation und Robotik in Bayern angesiedelt hat, zeigt, dass wir unseren Unternehmen hervorragende Standortvoraussetzungen bieten. Zudem trägt das im DLR gewonnene wissenschaftliche und technische Know-how zur Stärkung des Industrie- und Technologiestandorts Bayern bei.“

    • 24.03.2017
      Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags und bildungspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion:

      Die CSU-Fraktion unterstützt die zahlreichen Maßnahmen der Staatsregierung für eine stabile Versorgung aller Schulen in Bayern mit Lehrkräften und stellt über den Haushalt die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung.

      So konnte im Bereich der Grund- und Mittelschulen die Zahl der Mobilen Reserven von 1.195 am Schuljahresbeginn auf 2.455 im Februar mehr als verdoppelt werden. Mit dieser erheblichen Zahl an Kräften – immerhin mehr als fünf Prozent der Lehrkräfte an diesen beiden Schularten – kann kurz- und insbesondere mittelfristiger Ausfall von Lehrkräften gut aufgefangen werden. Somit kann auch eine schwere Erkältungs- und Grippewelle, wie sie Anfang des Jahres durch das Land fegte, weitestgehend abgefedert werden. Dennoch kommt es vor, dass lokal die Lehrkräfte knapp werden und man sich vor Ort vorübergehend mit Maßnahmen wie der Parallelführung von Klassen behelfen muss.

      Um in solchen Fällen möglichst rasch für Abhilfe zu sorgen, verfügen die Schulämter über zusätzliche Mittel, mit denen sie kurzfristig und unbürokratisch Aushilfskräfte akquirieren können. Wie gut das System funktioniert, belegen die ausgesprochen niedrigen Zahlen für den Unterrichtsausfall, die im Grundschulbereich bei unter einem Prozent, an den Mittelschulen unter zwei Prozent liegen (Stand 2015/16).

      Bei der Aufnahme von mehreren 10.000 Schülern, die durch die starke Zuwanderung in jüngster Zeit zusätzlich in die bayerischen Schulen gekommen sind, wurde ganz besonders an unseren Grund-, Mittel- und Berufsschulen Außerordentliches geleistet und sehr viel Geld in neue Stellen investiert. Dass dadurch der Arbeitsmarkt durcheinandergewirbelt wird, liegt auf der Hand. Um dies kurz- und mittelfristig auszugleichen, hat das Kultusministerium umfangreiche Zweitqualifizierungsmaßnahmen aufgelegt, die es Lehrkräften anderer Schularten ermöglichen, sich zum Grund- oder Mittelschullehrer weiterzubilden. Denn Schüler brauchen nicht nur Lehrer, sie brauchen gute Lehrer, die für die jeweilige Schulart mit ihren spezifischen Anforderungen ausgebildet sind. Unser Ziel ist, dass diese in ausreichender Zahl vorhanden sind.

    • 10.03.2017
      Um Bildung als Schlüssel für eine erfolgreiche Entwicklungspolitik ging es bei einer Tagung des Arbeitskreises Bildung und Kultus. Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung, …
      Die Teilnehmer des Gesprächs, zu dem der AK-Vorsitzende Prof. Dr. Gerhard Waschler, MdL, eingeladen hatte, waren sich einig, dass Unterstützung bereits im Herkunftsland beginnen muss. Bildung ist ein echter, nachhaltiger Mehrwert, der zur Selbstständigkeit befähigt. Diese Wertschätzung müsse anderen Kulturen zum Teil erst bewusst gemacht werden. Vor allem digitale und sprachliche Kompetenzen spielten dabei eine entscheidende Rolle. Erfolgsversprechend sei, so die Experten, Ausbilder zu stärken, gemäß dem Motto: train the trainer. Es gebe bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte und Ansätze, die auch hinsichtlich der Ressourcen deutlich stärker gebündelt, koordiniert und institutionalisiert werden müssten, so ein Ergebnis der Runde.

      Aktuell nutzen zahlreiche Asylbewerber und Flüchtlinge in Deutschland Bildungsangebote - in Abhängigkeit von ihrer Bleibeperspektive und ihrem Status. „Ziel muss jedoch die Rückkehrförderung bleiben, auch mit Blick auf zukünftige Brückenbauer“, so Waschler.
    • 02.12.2016
      Berthold Rüth, sportpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag:

      Schwimmen zu lernen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von Eltern, Schulen, Schwimmvereinen, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V (DLRG) und der Wasserwacht Bayern. Alle Beteiligten sind bei diesem Thema vielfältig aktiv.Der Schwimmunterricht ist originärer Bestandteil des Sportunterrichts in Bayern und in allen Schularten über alle Jahrgangsstufen hinweg verbindlich in den Fachlehrplänen Sport verankert.

      Bei der Förderung der Schwimmfähigkeit ist der Staat aber nicht alleine in der Verantwortung. Vielmehr geht es dabei ganz wesentlich auch um die Eigen- und Mitverantwortung der Eltern. Deshalb unterstützt die Staatsregierung auch Initiativen, die den Eltern Wege aufzeigen, wie ihre Kinder das Schwimmen erlernen können.Die Aktion „Sichere Schwimmer“ war ein Bestandteil des „Bayerischen Programms zur Prävention von Ertrinkungsunfällen“ der DLRG-Jugend Bayern. Die Staatsregierung hat das Projekt mit über 100.000 Euro gefördert.

      Schwimmausbildung, Aufklärung und Wasserrettungsdienst sind Kernaufgaben der DRLG und der Wasserwacht. Die DLRG hat jährlich über 20.000 Teilnehmer bei Schwimmausbildungen, bei der Wasserwacht Bayern nehmen jährlich circa 12.000 Anfänger Schwimmunterricht. Mit Wassergewöhnung, Babyschwimmen und Eltern-Kind-Schwimmen wird insbesondere dazu beigetragen, die Schwimmfähigkeit zu verbessern. Beim „Wasser-Urlaubs-Check“ der Wasserwacht wird die Schwimmfähigkeit der Kinder und Jugendlichen eingeschätzt und auf die Gefahren am und im Wasser hingewiesen. Seit März 2016 gibt es bei der Wasserwacht zudem ein Präventionsprojekt „Gefahren am und im Wasser“, für Kindergärten und Schulen. Auch das Schullandheimwerk widmet sich mit dem Angebot „Schwimmfix“ dieser Aufgabe.

      Neben den mehrsprachigen Baderegel-Flyern werden Eigentümern von Gewässern Warnschilder in 13 verschiedenen Sprachen angeboten. Die Wasserwacht hat zudem einen Präventionskurs „Wasser für Migranten/Asylbewerber“ erarbeitet, der schrittweise von einer Wassergewöhnung bis zur Schwimmfähigkeit führt. Diese erfolgreichen Programme und Aktivitäten werden wir auch in Zukunft weiterführen.

    • 06.05.2016
      Standpunkt von Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags, für die "Frage der Woche" der Bayerischen …

      Seit Jahren wird die Frage diskutiert, ob nicht die Eltern allein darüber entscheiden sollten, welche Schulart ihr Kind besuchen soll. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass eine Kombination aus Übertrittszeugnis mit Schullaufbahnempfehlung, Möglichkeit zum Besuch des Probeunterrichts und dem Elternwillen der geeignetste Weg ist, die bestmögliche Entscheidung für unsere Kinder zu treffen.

      Die Übertrittszeugnisse werden von qualifizierten Grundschullehrkräften erstellt, die die Begabungen und Interessen ihrer Schüler aus dem gemeinsamen Unterricht in der 3. und 4. Jahrgangsstufe sehr gut kennen. Auf dieser Basis können sie eine fundierte und professionelle Empfehlung abgeben, die die Eltern und Schüler bei der Wahl der weiterführenden Schule unterstützt.

      Um die Kinder in der 4. Klasse zu entlasten, brachte die Bayerische Staatsregierung 2009 eine Reform des Übertrittsverfahrens auf den Weg. Neben notenfreien Zeiten wurde zum Beispiel die Beratung ab der 3. Klasse deutlich intensiviert und der Elternwille gestärkt. In der 5. Jahrgangsstufe, der sogenannten Gelenkklasse, setzen sich die Unterstützungsmaßnahmen fort.

      Eine Online-Umfrage an 700 bayerischen Grundschulen aus dem Jahr 2015 hat ergeben, dass 90 Prozent der Eltern und Lehrkräfte dieses Verfahren für sinnvoll bis sehr sinnvoll halten. Knapp zwei Drittel sehen das Ausstellen eines Übertrittszeugnisses für alle Kinder ebenso positiv. Der bayerische Weg genießt also hohe Akzeptanz. Nicht zuletzt können die Schullaufbahnempfehlungen Kindern aus weniger bildungsaffinen Familien den Rücken stärken, ihr Potenzial auszuschöpfen. So tragen diese zur Bildungsgerechtigkeit im Freistaat bei. Beim Übertrittszeugnis handelt es sich eben nicht um ein abschließendes „Grundschulabitur“, da das differenzierte und durchlässige bayerische Schulsystem jedem Schüler seine individuelle Schullaufbahn mit vielfältigen Fördermöglichkeiten und Chancen eröffnet.

    • 06.05.2016
      Standpunkt von Peter Tomaschko, Mitglied des Ausschusses für Bildung und Kultus des Bayerischen Landtags, für die Bayerische Staatszeitung

      Im Schuljahr 2014/15 wiederholten 42.650 Schülerinnen und Schüler der Grund-, Mittel-, Wirtschafts- und Realschulen sowie der Gymnasien in Bayern die Klasse; das entspricht knapp 3,5 Prozent. Laut statistischem Bundesamt liegt der bundesweite Durchschnitt bei 2,3 Prozent. Soweit die nackten Zahlen.

      Doch es lohnt auch hier, genauer hinzusehen: Soweit statistisch ermittelbar, wiederholt die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler freiwillig; so waren zum Beispiel an der Grundschule im Schuljahr 2014/15 lediglich 6,4 Prozent Pflichtwiederholer, die überwiegende Mehrheit drehte eine freiwillige „Ehrenrunde“. Es scheint also sehr gute, überzeugende Gründe für Schülerinnen und Schüler sowie für deren Eltern zu geben, eine Klasse zu wiederholen: „Sitzenbleiben“ wird mehrheitlich offenbar nicht als peinliches Versagen gesehen, sondern vielmehr als Chance begriffen, versäumten oder unzureichend verankerten Schulstoff nachzuholen beziehungsweise zu vertiefen, um auf dieser Basis den weiteren Schulweg erfolgreich bestehen zu können.

      Dies zeigt: Das berüchtigte „Sitzenbleiben“ hat sich in der Schulpraxis zu einer pädagogischen Maßnahme gewandelt, die mit Augenmaß und in sorgfältiger Abwägung des jeweiligen Einzelfalls nach wie vor zur Anwendung kommt – allerdings in sinkendem Ausmaß: In Bayern ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine Jahrgangsstufe wiederholen, seit Jahren rückläufig. Offensichtlich gelingt es unseren Lehrkräften immer besser, Schülerinnen und Schüler im differenzierten, begabungsgerechten und durchlässigen Schulwesen nach ihren Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten und an der richtigen Stelle individuell zu fördern. Es ist daher eine sehr erfreuliche Entwicklung, dass die Zahl der Klassenwiederholungen in Bayern zurückgeht.

      Abschaffen werden wir diese jedoch nicht – weder als freiwillige noch als verpflichtende Wiederholung: Wir brauchen dieses Instrument weiterhin. Denn nur so geben wir den betroffenen Schülerinnen und Schülern eine echte Chance, ihre Lücken zu schließen und einen ordentlichen Schulabschluss zu erreichen.

       

    • 24.11.2015
      Wir nutzen jeden Tag völlig selbstverständlich Straßen, Smartphones oder Bankautomaten. Doch dabei stoßen viele Menschen auf Barrieren, die sie nur schwer überwinden können. Wie können wir unsere …
      Dass Barrierefreiheit mehr ist als „der Bau von Rampen und Aufzügen“, verdeutlichte der Fraktionsvorsitzende Thomas Kreuzer gleich zu Beginn. Eine Gesellschaft ohne Barrieren ist seiner Meinung nach ein wichtiger Schritt hin zur Inklusion. Wie wichtig eine Gesellschaft ohne Einschränkungen für alle Menschen ist, betonte auch die Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, Emilia Müller: „Wir müssen nicht nur die Barrieren aus Beton, sondern auch die in den Köpfen der Menschen abbauen. Barrierefreiheit ist ein Gewinn für jeden von uns.“ Zugleich gab sie aber zu bedenken, dass ein barrierefreies Bayern ein großes Ziel sei: „Wir haben es hier nicht mit einem Sprint, sondern mit einem Marathon zu tun.“ In wie vielen unterschiedlichen Bereichen Barrieren auftreten können, wurde in verschiedenen Kurzvorträgen vorgestellt. Cornelius Preidel vom Lehrstuhl für Computergestützte Modellierung und Simulation der TU München zeigte, inwiefern Architekten Überlegungen zur Barrierefreiheit schon in die digitale Planung von Gebäuden einfließen lassen. Wie sehbehinderte Menschen auf einer Website problemlos surfen können, erklärte Achim Becker von der Stiftung Pfennigparade. Und Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, richtete einen Appell an Arbeitgeber, sich für barrierefreie Arbeitsplätze einzusetzen. Um Chancen und Herausforderungen der Barrierefreiheit ging es bei der anschließenden Diskussion, durch die Thomas Heymel von der Stiftung Pfennigparade führte. Von induktiven Höranlagen in Gebäuden bis hin zu barrierefreien Internetauftritten – hier wurde deutlich, dass neben Menschen mit Handicaps unterschiedlicher Ausprägung ebenso Eltern mit Kindern oder ältere Menschen in ihrem Alltag betroffen sein können. „Wir unterstützen das Ziel der Bayerischen Staatsregierung, bis zum Jahr 2023 den Freistaat barrierefrei zu machen“, sagte Joachim Unterländer, Vorsitzender des Arbeitskreises für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration. Die CSU-Fraktion verbessere deshalb im Rahmen der Fraktionsinitiativen zum Nachtragshaushalt 2016 mit insgesamt 12 Millionen Euro die Barrierefreiheit in staatlichen Gebäuden, die von vielen Menschen besucht werden, etwa Finanzämter, Bahnhöfe oder Polizeidienststellen.
    • 20.11.2015
      Mitglieder der Projektgruppe Ganztagsschule im Gymnasium Grünwald
      Über hochrangigen Besuch aus der Politik durfte man sich im Gymnasium Grünwald freuen: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und CSU-Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer-Stäblein …

      „Das Gymnasium Grünwald ist ein Best-Practice-Beispiel: Hier kann man sehen, wie Schule funktionieren kann, wenn man in die Zukunft denkt“, lobte Schreyer-Stäblein.

      Schulleiterin Birgit Korda führte die Landtagsabgeordneten Ute Eiling-Hütig, Tobias Reiß, Kerstin Schreyer-Stäblein und Bürgermeister Jan Neusiedl durch die Räumlichkeiten und erläuterte das pädagogische Konzept. „Wir wollen, dass Schule nicht nur ein Lern- sondern auch ein Lebensraum ist. Wir mussten sogar freitags die Betreuung verlängern, weil die Kinder gerne hier bleiben und mit ihren Freunden spielen“, so Korda.

      Im Anschluss an die Führung durch die Räume entspann sich ein lebhafter Austausch über die Zukunft der Ganztagesbetreuung. Korda nutzt die Freiräume, die das bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz bieten. Schreyer-Stäblein: „Wir wollen keine einheitliche Ganztagslösung für alle Schulen in ganz Bayern, sondern eine Vielfalt an Angeboten. Wir schaffen einen Werkzeugkasten, mit dem jede Gemeinde gemeinsam mit der Schulfamilie arbeiten und entscheiden kann, welches der angebotenen Modelle sie wählt.“

    • 05.11.2015
      Im Rahmen des „Ganztagsgipfels“ haben Freistaat und kommunale Spitzenverbände am 24. März 2015 wegweisende Beschlüsse zur Weiterentwicklung der schulischen Ganztagsangebote …
      Diese basieren weitgehend auf den Ergebnissen der „Projektgruppe Ganztagschule“ der CSU-Fraktion, die sich in zahlreichen Sitzungen mit allen beteiligten Gruppen sowie bei Besuchen vor allem an Schulen, aber auch bei weiteren befassten Institutionen herauskristallisiert haben. Wichtigste Maßnahme ist die Einführung offener Ganztagsangebote in den Jahrgangsstufen 1 bis 4.

      Diese Angebotsform wird im Schuljahr 2015/2016 im Rahmen eines Pilotversuchs im Umfang von 300 Gruppen erprobt und ab Schuljahr 2016/2017 flächendeckend eingeführt.

      Daneben wollen Freistaat und Kommunen mit dem Modellprojekt „offene Ganztagsangebote in Kooperation von Schule und Jugendhilfe“ Betreuungszeiten für Kinder an Grund- und Förderschulen an Wochentagen bis 18 Uhr und in den Schulferien ermöglichen

      Informationen zur Weiterentwicklung der Ganztagsangebote:
      Bericht zum „Ganztagsgipfel“, aufbauend auf den Beratungen der „Projektgruppe Ganztagschule“
    • 30.10.2015
      Wie gewinnen wir die Fachkräfte von morgen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der die CSU-Fraktion am 29. Oktober eingeladen hatte. Wie wappnen sich Unternehmen am besten …

      Der stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Karl Freller, ging zunächst auf die Verantwortung von Lehrern und Eltern ein. Ihre Aufgabe sei es, Talente ihrer Kinder zu entdecken. Aus diesem Grund sei er ein Verfechter des differenzierten Schulwesens in Bayern und ein großer Anhänger der dualen Berufsausbildung. Auch Staatsministerin Ilse Aigner unterstrich in ihrem Grußwort deren Wert: „Die Verbindung von Theorie und Praxis ist entscheidend, Akademisierung ist nicht alles.“ In dem Zusammenhang gab sie aber zu bedenken, „nicht am Bedarf für die Wirtschaft vorbei auszubilden“.

      Seit 2013 haben dem Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, Peter Saalfrank, zufolge in Bayern mehr Personen ein Studium als eine berufliche Ausbildung begonnen. Dies sei auf eine Geringschätzung der Gesellschaft gegenüber dem Thema Berufsausbildung zurückzuführen, beklagte er. „Nach dem wichtigen Fokus auf Hochschulen muss nun der Fokus auf Berufsschulen gestärkt werden.“ Ein Weg in diese Richtung könne sein, das Fach Berufsorientierung an Gymnasien einzuführen. Die Lehrer für die Berufsorientierung besser vorzubereiten empfahl Christine Moser, Geschäftsführerin eines Zimmereibetriebes im niederbayerischen Wittibreut, während der Diskussionsrunde, die von Thomas Huber, dem Leiter der Arbeitsgruppe Demografische Entwicklung der CSU-Fraktion, moderiert wurde.

      Wie es bereits gelingt, Jugendliche und junge Erwachsene für die duale Berufsausbildung zu gewinnen, wurde in verschiedenen Praxisbeispielen vorgestellt. Jochen Kunert, Bereichsleiter Berufliche Bildung beim Berufsförderungswerk München, berichtete über die berufliche Integration von behinderten, älteren und psychisch kranken Menschen. Die IHK Schwaben konnte zum jüngst begonnen Lehrjahr fast 60 junge Flüchtlinge aus Krisengebieten in eine Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung vermitteln. Ein Erfolg, den Josefine Steiger, Leiterin des Fachbereichs Ausbildung der IHK Schwaben, vorstellte. Und unter dem Motto „Umstieg ist kein Abstieg“ präsentierte Frank Weth, Geschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken, ein Projekt, das Studienabbrecher für handwerkliche Berufe begeistern will. 
       
      Einig waren sich die Teilnehmer der Runde darin, dass zur erfolgreichen Vermittlung in die Berufsausbildung vor allem erfahrene Helfer und Berater in Betrieben und Kammern benötigt werden. „Wir brauchen Kümmerer“, fasste der Präsident des Bayerischen Handwerkstages, Georg Schlagbauer, zusammen. Daher wurde auch das Instrument der assistierten Berufsausbildung der Bundesagentur für Arbeit einhellig gelobt. Der Leiter der Regionaldirektion Bayern, Dr. Markus Schmitz, warnte davor, die jungen Flüchtlinge nun möglichst schnell in Hilfstätigkeiten zu vermitteln. Der nachhaltigere Weg für die Gesellschaft sei es vielmehr, die Migranten zu qualifizieren und sie nicht als „Hilfsarbeiter von morgen“ sondern vielmehr als „Fachkräfte von übermorgen“ anzusehen. Abgeordneter Markus Blume, der auch Vorsitzender der CSU-Wirtschaftskommission ist, wagte in seinem Schlusswort einen Ausblick in eine digitalisierte Zukunft: „Sehr wahrscheinlich ist uns mindestens die Hälfte der Qualifikationen, die die Wirtschaft in 30 oder 40 Jahren benötigt, zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt.“

    • 26.02.2015
      Auf Anregung des Wissenschaftlichen Beirats "Inklusion" des Bayerischen Landtags will die Arbeitsgruppe Inklusion der CSU-Landtagsfraktion einen "Aktionsplan Inklusive Schule" auf …
      Die Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der CSU-Landtagsfraktion und Wohlfahrtsverbänden in Bayern, empfing auf Einladung ihres Vorsitzenden MdL Norbert Dünkel den Wissenschaftlichen Beirat mit Prof. Dr. Fischer, Prof. Dr. Heimlich, Prof. Dr. Kahlert und Prof. Dr. Lelgemann der Ludwig-Maximilian Universität München und der Universität Würzburg.

      Die Mitglieder des Beirats, dessen Mandat der Landtag erst jüngst für 5 Jahre verlängert hat, stellten die zentralen Erkenntnisse ihrer Forschungsarbeit und Schlussfolgerungen für den bayerischen Schulweg vor. Kern der Darstellung war ein 10-Punkte-Plan zur inklusiven Schule in Bayern, wobei im Mittelpunkt die Erweiterung der Lehrerfortbildung für sonderpädagogische Schwerpunkte, eine Weiterentwicklung sonderpädagogischer Lehrkräfte an Regelschulen, die Öffnung von Förderschulen für Schüler ohne Förderbedarf, sowie eine Ausweitung der Beratungsleistungen für Schulen und Eltern standen.

      Zudem betonten die Beiratsmitglieder die wichtige Funktion der Förderschulen als Kompetenzzentren und lobten die Vielfalt der bayerischen Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung. Um der Gefahr einer Bevormundung von Schülern und Eltern zu entgehen, muss den Eltern auch weiterhin das Recht zur Wahl eröffnet werden, ob die Kinder in einer allgemein bildenden Schule oder in einer Förderschule unterrichtet werden sollen, so der Tenor des Gesprächs.

      Norbert Dünkel dankte dem Beirat für seine wertvolle Arbeit der vergangenen Jahre und kündigte an, die fachlichen Anregungen bei Initiativen der CSU-Arbeitsgruppe an die Landtagsfraktion auch künftig mit einzubeziehen.
    • 06.02.2015
      Jugendpolitischer Empfang im Bayerischen Landtag am Samstag, 28. Februar, 10 - 14 Uhr
      Deutlich verjüngt war das Plenum beim jugendpolitischen Empfang der CSU-Fraktion: 180 Jugendliche aus ganz Bayern waren ins Maximilaneum nach München gekommen.
      In Workshops zu den Themen Sport, Kultur und Ehrenamt haben Experten aus der Praxis Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche gesellschaftlichen Engagements gegeben. So ging um um die Nachwuchsförderung im Sport, um berufliche Einstiegsmöglichkeiten in die Film- und Fernsehbranche und ehrenamtliches Engagement.




      PROGRAMM


      10.00 Uhr – Führungen durch den Landtag mit kleinem Imbiss

      11.00 Uhr – Begrüßung im Plenarsaal

      11.30 Uhr – Diskussionsforen

      1. Jugend und Ehrenamt - Mit Bäumen die Welt verbessern



      Klimabotschafter Niklas, Schülerinitiative Plant-for-the-Planet
      Emilia Müller, MdL, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
      Dr. Gerhard Hopp, MdL
      Oliver Jörg, MdL

      2. Jugend und Sport - Als Nachwuchssportler die Welt begeistern



      Manfred Paula, Leiter Nachwuchsabteilung FC Augsburg
      Klaus Pohlen, Leiter Olympiastützpunkt Bayern
      Thomas Schmidt, Olympiasieger im Kanuslalom
      Berthold Rüth, MdL, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sport der CSU-Fraktion Dr. Hans Reichhart, MdL


      3. Jugend und Kultur - Als Regisseur die (Film-)Welt mitgestalten



      Gerlinde Neumann, Hochschule für Film und Fernsehen München
      Oliver Kienle, Regisseur
      Georg Eisenreich, MdL, Staatssekretär im Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
      Tanja Schorer-Dremel, MdL
      Dr. Martin Huber, MdL

      ca. 13.00 Uhr – Empfang im Steinernen Saal

      mit der bayerischen Band „Charmebereich“ und Mittagsimbiss

    • 10.12.2014

      Die Arbeitsgruppe Förderschulen und Inklusion hat im ersten Jahr der neuen Wahlperiode eine Reihe von erfolgreichen Initiativen gestartet. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Norbert Dünkel, MdL, erläuterte hierzu: „Erst kürzlich hat der Landtag einen Antrag zur Ausweitung der Studienplätze im sonderpädagogischen Bereich beschlossen (Drs. 17/4529). Mit diesem Antrag leisten wir einen wichtigen Impuls zur nachhaltigen Lehrerversorgung an den bayerischen Förderschulen. Darüber hinaus haben wir uns mit Erfolg für die Schaffung zusätzlicher Planstellen an den Förderschulen eingesetzt. Nach Aussage von Herrn Staatssekretär Eisenreich sollen dazu in den nächsten beiden Jahren 70 zusätzliche Stellen geschaffen werden.“ Zudem habe sich die Arbeitsgruppe intensiv mit der Problematik des Schulgeldersatzes für die Förderschulen in privater Trägerschaft beschäftigt. Dazu Dünkel: „Im Schulterschluss mit den betroffenen Trägern und der Staatsregierung ist es uns insbesondere gelungen, die Trägerverwaltungskosten in den Schulgeldersatz miteinzubeziehen. Für die privaten Förderschulen war diese Frage von höchster Bedeutung.“ Nicht zuletzt hat die Arbeitsgruppe die Einführung des Profils Inklusion an Förderschulen angestoßen und aktiv begleitet. „Damit können die Förderschulen ihrer unverzichtbaren Funktion als Kompetenzzentren für die Inklusion noch besser gerecht werden. Davon profitiert im Ergebnis die gesamte Schulfamilie“, so Dünkel abschließend.

    • 01.12.2014
      Besuch der Mittelschule Insel Schütt Nürnberg
      Die entspannte Lernatmosphäre und hohe Quoten bei der Übernahme der Schüler in die Ausbildung überzeugten Kerstin Schreyer-Stäblein und Gudrun Brendel-Fischer, die beiden …
      Vandalismus, Gewalt, Drogen und Ausländerfeindlichkeit – Fehlanzeige: Die Probleme von anderen Stadtschulen mit Schülern aus einem ähnlichen sozialen Umfeld gebe es in der Mittelschule Insel Schütt nicht, erklärte Konrektor Martin Krämer. Die Einführung des Ganztagsschulbetriebs im April 2002 – damals an einer der ersten Schulen bayernweit – habe sich längst bewährt, sagte Rektorin Birgit Zwingel bei einem Gespräch. Seit dem Schuljahr 2013/2014 wurden in der Mittelschule Insel Schütt sogar nur noch Ganztagsklassen eingerichtet.
       
      Teamteaching als Klassenleitung, die flexible Rhythmisierung des Schultags und der Betreuungsschlüssel von 40 Lehrern und 30 weiteren pädagogischen Mitarbeitern für 280 Schüler ermöglichten ein besonders intensives Vertrauensverhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden. Die Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) Erlangen und dem Christlichen Verein Junger Menschen Nürnberg e. V. (CVJM)  habe das Angebot im Ganztagesbereich zudem um eine Vielzahl an Arbeitsgruppen erweitert – von verschiedenen Sportarten bis hin zur Medienpädagogik.
       
      Im Anschluss an das Gespräch wurden den Landtagsabgeordneten die Räumlichkeiten der Mittelschule Insel Schütt gezeigt. Der Einrichtung kommt dabei der 2011 eröffnete, großzügig gestaltete Neubau aus Mitteln des Investitionsprogramms "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) zu Gute.
    • 31.10.2014
      Namensartikel von Berthold Rüth, MdL
      Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag setzt sich seit langem gegen Gewalt bei Sportveranstaltungen ein. Wer meint, er kann friedlichen Besuchern das Fußballvergnügen mit Randale, Pyrotechnik oder Gewalt vermiesen, muss mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen! Diese Chaoten schaden dem Fußball nachhaltig und sind keine echten Fans. Wir appellieren an die Fußballvereine und Fanclubs, ihrer Verantwortung für die Sicherheit insbesondere in den Stadien gerecht zu werden. Die Vereine müssen mit qualifizierten Ordnern dafür sorgen, dass beispielsweise keine brandgefährliche Pyrotechnik in die Stadien gelangt. Außerdem rufen wir dazu auf, Fußballrowdys unmissverständlich die Rote Karte zu zeigen: Dazu gehören langjährige Stadionverbote genauso, wie auch der Ausschluss aus Vereinen und Fanclubs. Der bayerische Innenminister hat aktuell alle Polizeipräsidien angewiesen, gegenüber Fußballrowdys noch konsequenter einzuschreiten. Unser besonderes Augenmerk liegt bei den notorischen Krawallmachern. Zusammen mit den Vereinen, Verbänden und Fanvertretern sowie mit Bundespolizei, Kommunen und Justiz setzen wir alles daran, diese Randalierer zur Räson zu bringen. Das betrifft insbesondere auch die unsäglichen Ausschreitungen am Rande von Fußballspielen. Hier treten Fußballrowdys vermehrt teils sogar vermummt und äußerst aggressiv in Erscheinung. Die entsprechenden Einsatzkonzepte der Bayerischen Polizei werden ständig weiterentwickelt. Seit vielen Jahren setzen wir beispielsweise mit großem Erfolg auf szenekundige Beamte. Diese reisen in den Zügen der Fußballfans mit und können schon im Vorfeld eines Spiels deeskalieren oder bekannte Gewalttäter frühzeitig aus dem Verkehr ziehen. Außerdem unterstützen wir die Fußballvereine bei der Ausarbeitung von Sicherheitskonzepten. Als deutschlandweit erstes Pilotprojekt haben wir zudem in München, Nürnberg und Fürth spezielle Schlichtungsstellen eingerichtet, die sich bislang sehr gut bewähren. Unsere neuen 'Dialogforen Fußball und Sicherheit' sind ein Angebot an Verbände, Vereine, Fans, Städte und Polizei, Konflikte frühzeitig zu entschärfen.
    • 10.09.2014
      In Kloster Banz drehte sich in diesem Jahr alles um das Thema Bildung. Neben Diskussionen mit Experten aus Politik, Wissenschaft und Forschung kommt auch die Praxis nicht zu kurz: …

      Labor 1: Erlebnis Musik - So wird Mozart zum Teenie-Schwarm
      Den Knopf im Ohr, den MP3-Player in der Tasche - Musikhören gehört für junge Leute zum Alltag. Doch in der Schule ist Musik oft kein Lieblingsfach. Wie kann man Kinder und Jugendliche in Bayern stärker für Musikunterricht begeistern? Das Bildungslabor „Erlebnis Musik" stellt die „Singakademie" vor – ein Kooperationsprojekt zwischen der Musikschule Aschaffenburg und allgemeinbildenden Schulen, das musische Bildung in den Schulalltag integriert. Schüler der Grünewald-Grundschule präsentieren Beispiele aus der Singklassenarbeit.

      Labor 2: Erlebnis Forschung - Roboter, die den Ministerpräsidenten begrüßen
      Mathe ist langweilig? Physik nur was für Mini-Einsteins? Von wegen! Verschiedene Schüler-Forschungslabors in Bayern machen Naturwissenschaften zum Erlebnis und geben jungen Talenten die Möglichkeit, außerhalb der Schule erste Forschungs-Erfahrung zu sammeln. Wie programmiert man einen Roboter so, dass er den Ministerpräsidenten persönlich begrüßen kann? Antworten auf Fragen wie diese liefert das Bildungslabor „Erlebnis Forschung". Verschiedene Schüler-Forschungslabors aus Bayern stellen gemeinsam mit Schülern ihre Arbeit vor.

      Labor 3: Erlebnis Ausbildung - Pimp my Kicker
      Wie kann man Bayerns Jugend für eine Berufsausbildung begeistern? Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände haben einen ungewöhnlichen Weg gewählt und zu einem kreativen Kicker-Wettbewerb aufgerufen. Ob Flutlicht, automatische Balleingabe, digitale Spielstandanzeige, Soundsysteme für den Torjubel oder komplette Kicker-Neubauten aus Metall – die Ergebnisse des Wettbewerbs „ZusamMEnspiel 2014“ zeigen eindrucksvoll die Vielseitigkeit einer Ausbildung in der Metall- und Elektrobranche. Im Bildungslabor präsentieren Auszubildende der Firma Schink (Bad Rodach) ihren „gepimpten" Kickertisch aus dem Bereich Metall. Vertreter der M+E Verbände erläutern, wie moderne Berufsorientierung aussehen kann, um junge Menschen nachhaltig für eine Ausbildung in der Metall- und Elektrobranche zu begeistern.


      Labor 4: Erlebnis Lernen - Schulunterricht 2.0
      Bildschirm statt Tafel. Online-Plattform statt Schulbuch - Die Digitalisierung hat längst auch in Bayerns Schulen Einzug gehalten. Aber wie sieht digitales Lernen in der Praxis aus? Der Schulversuch „Lernreich 2.0" ist ein Projekt der Stiftung Bildungs-pakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und der Initiative „Digitales Lernen Bayern". Im Bildungslabor zeigen Schüler und Lehrer der Realschule Herrieden und der Mittelschule Ebern an konkreten Beispielen, wie sie digitale Lern- und Feedbackplattformen in den Unterricht integrieren.

      Labor 5: Erlebnis Natur - Naturkunde zum Anfassen
      Verstaubte Exponate und seitenlange Infotexte – das war einmal! Das Bildungslabor „Erlebnis Natur" zeigt am Beispiel des Münchener Museums Mensch und Natur wie zeitgemäße Museumspädagogik aussieht, die auf lebendige Wissensvermittlung setzt. Von der Welt der Kristalle bis hin zum menschlichen Gehirn - „Mitmachinseln" machen Naturkunde für Kinder und Jugendliche zum Erlebnis.

      Labor 6: Erlebnis Schulsport - Mountainbiken als Schulfach
      „Sport ist die Schule des Lebens, also muss er in die Schulen", sagte einst Theo Zwanziger. Die Mittelschule Hauzenberg setzt genau das in die Tat um: Hier stehen neben Mathe und Deutsch auch Sportarten wie Mountainbiken, Karate und Klettern auf dem Stundenplan. Mit ihrem erfolgreichen Sport-Konzept ist die Mittelschule auch Teil des EU-Forschungsprojekts „Bewegte Schule - Bewegter Ganztag". Der Projektleiter der Studie und Abgeordnetenkollege Dr. Gerhard Waschler stellt das Projekt vor. Bei einem Mountainbike-Parkour im Kloster-Innenhof können Politiker hautnah miterleben, wie moderner Sportunterricht aussehen kann.

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  • Pressemeldungen
    • 13.10.2017
      „Das sehr gute Abschneiden der bayerischen Viertklässler in der heute veröffentlichten Bildungsstudie beweist, dass die bayerischen Antworten auf die aktuellen bildungspolitischen …
      Die bayerischen Schülerinnen und Schüler können ihre Spitzenposition, die sie 2011 eindrucksvoll bewiesen haben, in allen Bereichen behaupten. So bleiben die Mädchen und Buben in Bayern sowohl im Fach Deutsch (Lesen, Zuhören, Rechtschreibung) als auch im Bereich Mathematik insgesamt an der Spitze! Bayern erreicht das Ziel „eines hohen Kompetenzniveaus“, heißt es hierzu in dem von der Kultusministerkonferenz vorgestellten Bericht des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB). Gleichzeitig stellt die Studie fest, dass in Bayern die Leistungsunterschiede in Deutsch innerhalb der Klassen geringer sind. „Bei uns in Bayern gelingt es also besser als in anderen Teilen Deutschlands, alle Kinder mitzunehmen und individuell zu fördern“, erläutert Waschler.

      Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass Kinder mit Migrationshintergrund zur Spitze im Bereich Orthographie in ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe gehören und sogar deutsche Kinder ohne Zuwanderungshintergrund in 14 anderen Bundesländern übertreffen. Dies gilt in ähnlicher Weise für den Bereich Mathematik: Hier belegen Kinder mit zwei im Ausland geborenen Eltern im deutschlandweiten Vergleich Platz Eins. Das differenzierte Modell aus Übergangsklassen, Deutschförderklassen und Deutschförderkursen, die an den bayerischen Grundschulen je nach Bedarf vor Ort eingerichtet und mit entsprechenden Kräften ausgestattet werden, bewährt sich großartig. Im Jahr 2016 stellte der Bayerische Landtag mit seiner CSU-Mehrheit allein für diesen Bereich rund 232 Millionen Euro bereit. Der Erfolg belohnt also die gemeinsamen Anstrengungen.
       
      Auch gelingt es in Bayern besser als anderswo, den Zusammenhang zwischen der Leistung eines Schüler und dem sozialem Status seiner Familie gering zu halten. So sind die bayerischen Werte im Bereich Deutsch Lesen etwas und im Bereich Mathematik deutlich besser als die deutschlandweiten Werte. Bayern ist zudem das einzige Land, in dem der Zusammenhang von Leistung und sozialem Status in keinem Testbereich weiter anstieg und in Teilen rückläufig ist.

      Insgesamt ist aber der deutschlandweite Trend in den Leistungen von 2011 bis 2016 deutlich negativ. Zwar kann sich auch Bayern dem nicht ganz entziehen, „doch fällt er bei uns nur etwa halb so stark aus wie im Bundesdurchschnitt“, so Waschler. Und weiter: „Dies zeigt, dass es mit steigender Heterogenität unter den Schülern durch Zuwanderung und Inklusion wachsende Herausforderungen für das Bildungswesen in Deutschland gibt. Es beweist aber auch, dass man diese unterschiedlich gut meistern kann. In Bayern gelingt dies offensichtlich am besten.“
       
      Der Vergleich mit Baden-Württemberg, traditionell im Bildungsbereich auch in der Spitzengruppe, mache dies überdeutlich: Überhastete und verfehlte Eingriffe der früheren grün-roten Landesregierung hätten dafür gesorgt, dass Bayerns Nachbarland von einem Spitzenplatz insgesamt ins Mittelfeld abgerutscht ist. Dass die Kritik der SPD-Landtagsfraktion an den Klassengrößen allenfalls ein Oppositionsreflex sei, die aber am Kernproblem vorbeigehe, könne man daran erkennen, dass in Bayern die Klassengrößen seit der letzten Studie gesunken sind und das schlechter abschneidende Baden-Württemberg sogar „im Nachkommabereich kleinere Klassen hat“.
       
      Waschler nannte die Studie deshalb „ein klares Plädoyer für den Bildungsföderalismus. Gerade weil solche Vergleiche die Stärken verschiedener Modelle zeigen, könnten sich die besseren Lösungen durchsetzen. Bundesdeutscher Zentralismus birgt immer die Gefahr, dass man sich auf niedrigerem Niveau einigt und dort verharrt.“
       
      Damit Bayern an der Spitze bleibe und wieder einen positiveren Trend erreiche, wird die CSU-Fraktion ihre Anstrengungen im Bildungsbereich weiter intensivieren. Der Bildungsexperte nannte dabei das bereits auf den Weg gebrachte große Bildungspaket und die umfassende Strategie zur Digitalisierung in den Schulen.
       
    • 10.09.2017
      „Bayerns Schülerinnen und Schüler haben eine große digitale Zukunft. Kein anderes Bundesland investiert mehr in die digitale Bildung als der Freistaat.“ Daran erinnert …
      Der Masterplan Bayern Digital II umfasst insgesamt drei Milliarden Euro und rund 2.000 neue Stellen, rechnet Waschler vor. „Und davon wird ein erklecklicher Anteil in die Schulen und Hochschulen fließen.“ So seien unter anderem Förderprogramme für digitale Klassenzimmer, die Fächer Informatik und Informationstechnologie als Pflichtfach an Mittelschulen, ein Landesmedienzentrum Bayern, eine Fortbildungsoffensive für alle Lehrkräfte in Bayern sowie die Einrichtung von Kompetenzzentren für digitales Lehren und Lernen (Digilabs) an den Lehrerbildungszentren der bayerischen Universitäten vorgesehen.

      „Das sind Rieseninvestitionen in die Zukunft unserer Kinder,“ sagt Waschler. Anstatt immer in Bayern den Oberlehrer zu spielen, sollte die SPD lieber ihre Genossen in den von ihr geführten Bundesländern besser beraten, die von einem Masterplan Bayern Digital nur träumen können. Wenn sich die SPD-regierten Länder in der Bildung endlich mal am erfolgreichen Bayern orientieren würden, wäre auch die unsägliche Zentralisierungsdebatte erledigt, riet der Vorsitzende abschließend.

    • 08.09.2017
      Die von Ministerpräsident Seehofer im November 2013 abgegebene Ganztagsgarantie ist auf Erfolgskurs – insbesondere im Grundschulbereich, in dem ganztägige Angebote für viele …
      Sie belegen dies mit neuesten Zahlen zum Ganztagsausbau: Zum kommenden Schuljahr können rund 1.900 Ganztagsgruppen im Grundschulbereich eingerichtet werden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um rund 40 Prozent. Jeder eingereichte genehmigungsfähige Antrag auf Einrichtung eines Ganztagsangebots konnte auch genehmigt werden. Damit hat sich diese Angebotsform, die im Schuljahr 2015/16 im Rahmen eines Modellversuchs mit 300 Gruppen gestartet ist, innerhalb von zwei Schuljahren als fester Baustein der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote etabliert. „Wir erreichen bei Kindern im Grundschulalter eine Betreuungsquote von über 50 Prozent – mit klar wachsender Tendenz“, sagt Brendel-Fischer, die auch stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion ist.
       
      In Bayern werden Ganztagsschulen in gebundener und offener Form wesentlich ergänzt durch außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote für Schulkinder. Dazu gehören unter anderem Kinderhorte, Tagesheime und die Mittagsbetreuung an Grundschulen: „Bildungsberichte und Studien wie zuletzt der Bildungsmonitor 2017, der Bayern bei einer insgesamt sehr guten Platzierung erneut Nachholbedarf beim Ganztagsausbau attestiert, übersehen fast immer die qualitativ sehr hochwertigen und auch quantitativ gut aufgestellten außerschulischen Angebote wie etwa unsere Horte, die eine hervorragende Arbeit leisten“, bedauert Schreyer. „Die tatsächliche Betreuungsquote liegt deutlich höher, als dies verschiedene Bildungsstudien, aber auch die Opposition immer glauben machen wollen.“
       
      Familien stünden im Zentrum der Politik der CSU. Daher wolle sie den mit der Ganztagsgarantie von 2013 eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und künftig einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern einführen. „Wir geben berufstätigen Eltern mehr Flexibilität, gehen bedarfsgerecht vor und erhalten die Vielfalt der Betreuungsmöglichkeiten“, fasst Brendel-Fischer zusammen. Demgegenüber wollte die SPD mit Gesetzesinitiativen und Anträgen einen Rechtsanspruch alleine auf den schulischen Ganztag verankern, was einer Zerstörung der vielfältigen Betreuungsmöglichkeiten zur Folge hätte. „Wir setzen auf Flexibilität und Vielfalt, gerade im Grundschulbereich“, erläutert Schreyer: „Es muss vor Ort entschieden werden können, welches pädagogische Konzept am besten zur Schule und zu den Bedürfnissen der Eltern passt.“ Die Wahlfreiheit der Eltern werde dabei für die Regierungsfraktion ein zentrales Element bleiben: Eltern müssten auch künftig gemäß ihrer familiären Situation darüber entscheiden können, ob sie ein Ganztagsangebot wahrnehmen möchten, oder ob sie ihre Kinder am Nachmittag zu Hause selbst betreuen wollen.
       
      Die Ausweitung der Angebotspalette im Grundschulbereich war ein zentrales Anliegen der CSU-Landtagsfraktion in der aktuellen Legislaturperiode, das mit der Einführung des offenen Ganztags realisiert werden konnte. Schreyer und Brendel-Fischer haben mit ihrer Projektgruppe hierzu den entscheidenden Anstoß gegeben.
    • 31.08.2017
      Zum Ausbildungsstart am 1. September werden in Bayern wieder zahlreiche Jugendliche eine Berufsausbildung beginnen, doch es werden voraussichtlich auch weit über 15.000 Stellen unbesetzt bleiben. …

      „Wie wir Eltern noch gezielter in die Ausbildung ihrer Kinder miteinbeziehen können, haben wir als CSU-Fraktion bereits vor zwei Jahren im Rahmen unserer Fachtagung ‚Wie finden wir die Fachkräfte für morgen?‘ diskutiert“, so Huber. „Daher freuen wir uns, dass das Projekt ‚Elternstolz‘ gut angenommen wird, mit dem genau dieser Ansatz verfolgt wird.“ Laut einer aktuellen Umfrage bevorzugten 64 Prozent der Befragten eine Ausbildung, nachdem sie von ‚Elternstolz‘ aufgeklärt wurden. Im Rahmen von ‚Elternstolz‘ verdeutlichen das Bayerische Wirtschaftsministerium, IHK und Handwerkskammern Eltern die Vorteile einer Berufsausbildung gegenüber einem Studium. Staatsministerin Ilse Aigner unterstützt das Projekt mit Nachdruck und hat sich für eine Fortsetzung der Kampagne im Herbst eingesetzt. „Die aktuelle Umfrage zeigt klar, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass dieser Weg weiter beschritten werden muss. Wir sollten aber zusätzliche Möglichkeiten prüfen, um die Attraktivität der Ausbildung weiter hervorzuheben. Wirtschaft und Handwerk und nicht zuletzt die erfolgreichen Absolventen werden es uns danken“, so Huber.

      Jugendliche sollten dabei natürlich selbst entscheiden dürfen, welchen beruflichen Weg sie einschlagen. Eltern, die berechtigterweise nur das Beste für ihre Kinder wollen, komme bei der Wahl der Ausbildung aber eine entscheidende Rolle zu. „Leider verkennen Eltern oftmals, dass die beruflichen Aussichten mit einer Berufsausbildung häufig besser als mit abgeschlossenem Studium sind.
      Die CSU-Landtagsfraktion setzt sich auch deshalb seit langem für eine Stärkung der dualen Berufsausbildung ein“, erklärt der demografiepolitische Sprecher. Der CSU-Politiker begrüßt daher auch den „Pakt für Berufliche Bildung“. Die Staatsregierung stärkt damit gemeinsam mit den bayerischen Wirtschaftsverbänden und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit die berufliche Bildung im Freistaat und baut sie insbesondere im Bereich Digitalisierung weiter aus.

      Im bundesweiten Bildungsmonitor belegt Bayern unter anderem bei der beruflichen Bildung den 1. Platz. „Umso erfreulicher ist es, dass im Jahr 2015 mehr als 91 Prozent der Azubis ihre Lehre erfolgreich absolviert haben und der bayerischen Wirtschaft damit als bestens ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung stehen“, so Huber, der auch Mitglied im zuständigen Landtags-Ausschuss für Arbeit und Soziales ist.

    • 28.08.2017
      „Die Forderung des SPD-Kanzlerkandidaten nach mehr Mitsprache des Bundes im Bildungsbereich ist eine Gefahr für Bayern“, macht Prof. Dr. Gerhard Waschler, Vorsitzender des …

      Im ersten Moment höre es sich ganz vernünftig an, mehr Geld für das gesamte Bildungssystem in Deutschland und eine zentrale Verteilung der Mittel zu fordern, so Waschler. Aber im zweiten Schritt gelte wie immer der alte Grundsatz „wer zahlt, schafft an“. „Das bedeutet, dass der Bund dann natürlich auch beim Schulsystem und den Bildungsinhalten mitreden möchte“, erklärt der CSU-Bildungsexperte.

      „Wo die SPD regiert, ist die Bildung am schlechtesten. Das zeigen die Pisa-Ergebnisse von Berlin und Bremen und auch in Nordrhein-Westfalen ist die SPD unter anderem wegen des schlechten Schulsystems abgewählt worden. Dass diese Partei ernsthaft für eine bundesweit gleiche Bildungslandschaft verantwortlich sein möchte, lässt mich erschauern.“

      Deutschland hat noch nie so viel Geld in Bildung und Forschung investiert, wie in diesem Jahr. 17,65 Milliarden Euro beträgt der Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dies ist ein Plus von 7,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016. Mit dem Bildungspaket Bayern investiert auch der Freistaat kräftig. Das Paket umfasst unter anderem die Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung, den Ausbau der Inklusion und Stärkung der Förderschulen, die weitere Verbesserung der Unterrichtsversorgung an Grund- und Mittelschulen sowie an Realschulen, die „Zukunftsinitiative Berufliche Bildung“ und eine Stärkung der Schulleitungen und der Schulverwaltung. Der Doppelhaushalt 2017/2018 hat ein Haushaltsvolumen von insgesamt rund 117,4 Milliarden Euro. Fast ein Drittel der Gesamtausgaben entfallen dabei auf den Bildungsbereich, insbesondere Schulen und Hochschulen.

      „Es fließt so viel Geld in Bildung wie noch nie, ich kann hier keine Defizite feststellen“, betont Waschler. Für ihn ist die von der SPD künstlich herbeigeführte Diskussion um das Kooperationsverbot im Bildungsbereich der Griff nach einem Strohhalm im Bundestagswahlkampf. „Wenn es um die Schule geht, werden die Menschen natürlich hellhörig. Aber in Bayern wird diese Masche keinen Erfolg haben, denn unser Bildungssystem ist beispielhaft. Für uns steht fest: Wir lassen uns die Vorteile der bayerischen Bildungspolitik nicht wegzentralisieren.“
       

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